Kirche
Die Beller Kirche wurde erstmals zwischen 1210 und 1220 schriftlich erwähnt und stand bereits damals am heutigen Standort. Während das Kirchenschiff 1728 neu gebaut wurde, stammt der Kirchturm vermutlich aus dem 13. Jahrhundert und gehört damit zu den ältesten Bauteilen.
Zur Kirche gehören historisch bedeutende Objekte:
Zwei der drei Kirchenglocken stammen aus 1313 und 1459. Die große Glocke von 1459 wurde 1689 während des Pfälzischen Erbfolgekriegs von französischen Truppen gefordert, blieb jedoch dank eines Mitglieds der katholischen Familie Braun in Bell. Aus Dankbarkeit durften Angehörige dieser Familie bis 2005 unter dem Glockengeläut beerdigt werden.
Die dritte Glocke musste 1784 erneuert werden; die heutige stammt aus 1957, nachdem Vorgängerglocken in den Weltkriegen eingeschmolzen wurden. Seit 2018 hängen die Glocken wieder in einem eichenen Glockenstuhl wie vor 1914.
Ein weiteres bedeutendes Stück ist ein Kelch aus dem Jahr 1483, gestiftet vom Priester Stephan aus Bernkastel. Der Kelch wird bis heute als Abendmahlskelch verwendet.
Die Orgel der Kirche wurde 1914 vom Orgelbauer Paul Faust (Wuppertal-Barmen) gebaut. Sie besitzt eine seltene pneumatische Traktur und ist – bis auf den Blasebalg – im Originalzustand erhalten, weshalb sie als historische Rarität gilt.