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1969

Herbst, Baubeginn der Leichenhalle auf dem Friedhof. Kostenvoranschlag: 42.000 DM.

6. Juni 71 Einweihung durch Pfarrer Sänger ev. Prediger Subkus Freie ev. Gemeinde, Dechant Bauer kath. Kirche. Die kath. Bürger können ab dato auf dem Friedhof beerdigt werden.

1967

Bürgermeister Peter Gauch legte am 31.12.66 sein Amt nieder, Nachfolger Willi Baumgarten.

Jagdpächter Spelten erhält am oberen Ende des Baugebietes einen Bauplatz und baut dort ein Wochenendhaus.

Juli. Ausbau folgender Ortsumgehungswege: Rechbitzchen, von Diel zur Mühle mit Traßkalk, oberhalb Hermanns und Beller Weg, Lavadecke, Ortsausgang Fiedler bis Kreuzung Bitumendecke, durch Firma Faber.

1968

28.4. Einweihung des Gemeindehauses der Freien ev. Gemeinde Völkenroth.

Die Wirtschaftswege vom Bienenweg bis zum Mühlenberg und der Kirchweg bis zum Bruch erhalten eine Bitumendecke. Unternehmer: Schnorpfeil, Kosten: 65.392 DM, Zuschuß „Grüner Plan“.

1957

Die Restkanalisierung „Im Weiherchen“ erfolgt in den Wintermonaten.

In der Getreideernte der erste Mähdrescher ein Massey-Harris mit Sackabfüllung eingesetzt. Besitzer sind vier Landwirte. 1959 kommen zwei Lanz und ein Fahr mit neun Teilhabern hinzu, weitere folgen, bis fast alle versorgt sind. 70er Jahre Ausstattung mit Körnertank.

1966

Im April Einbau der Wasseruhren durch die Firmen Zimmer, Hundheim und Bohn, Krastel. Abrechnung erfolgt nach verbrauchten cbm Wasser.

Der Traßweg in der Fallergaß - Bleichweg erhält eine Bitumendecke. Ausführung: Firma Emil Thomas, Kosten: 15.100 DM.

Am 25.11. Spelten erhält die Gemeindejagd für 11 DM/ha/Jahr ab dem 1.4.1967.

1965

20.2. Eröffnung der „Alte Pfeffermühle“, Gastwirt: Willi Schleidt. Besitzer: Zahnarzt Becker, Kastellaun, dieser hatte 1960 das Molkereigebäude gekauft und von der Firma Hermann, Krastel umbauen lassen. 12. u. 13. Juni 65 „Völkenrother Kirmes“, „Auf der Heide“, mit Heinz Schenk und den Geschw. Paulus. 31.10.65 Wirt: Alexander Lubinic.

25. - 27.6.66 „Völkenrother Kirmes“ mit dem Bergland-Theater.

Ab Mitte 69 verschiedene Wirte. 1.11.73 Pizzeria. 27.7. - 28.11.74 LAS-VEGAS-BAR.

13.9.75 Thelen. 1978 Kellerbar über Fasching geöffnet. Später Verkauf und Umbau in Mietwohnungen.

1964

Wirtschaftswegebau „Grüner Plan“. Firma W. Faber, Schlierschied. Ortsausgänge Rechbitzchen, Hundheimer Flürchen zum Hübel. Traßkalk von der Firma Kann. Angebotspreis: 38.774 DM.

1963

Die Kann-Beton, Bendorf (Sommer 1964)

August, die Firma Kann, Bendorf errichtet ein Betonwerk neben das Sägewerk an der Höhenstraße. Bauplatz von der Gemeinde.

1962

Winter, Gemeindeversammlung verhindert den Umbau des Gemeindehauses. Im ehemaligen Gemeindestierstall eine Frigidaire-Truhen-Gefrieranlage der Opel AG eingerichtet, mit 36 Truhen und einem Kühlraum zum Preise von 19.660 DM. Jeder Truhenbesitzer bezahlt 425 DM für eine Truhe, Inbetriebnahme im Mai.

1961

Infolge einer Krankheit unter den Kühen, die Bullenhaltung eingestellt. Die Gemeinde schließt sich der künstlichen Besamung an, ausgeführt durch die Tierärzte Knichel, Schwarz (Dr. Hübler).

März. Das Kreisbauamt mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes beauftragt und zwar für den Flur „Auf der Heide“ am Ortsausgang. Der erste Bauplatz an die Familie Kurt Hammes verkauft. Der Hausbau erfolgte im Jahre 1961.

Bei den Gemeinderatswahlen im Herbst wird Peter Gauch Vorstehr.

1960

Infolge einer Krankheit unter den Kühen, die Bullenhaltung eingestellt. Die Gemeinde schließt sich der künstlichen Besamung an, ausgeführt durch die Tierärzte Knichel, Schwarz (Dr. Hübler).

März. Das Kreisbauamt mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes beauftragt und zwar für den Flur „Auf der Heide“ am Ortsausgang. Der erste Bauplatz an die Familie Kurt Hammes verkauft. Der Hausbau erfolgte im Jahre 1961.

Bei den Gemeinderatswahlen im Herbst wird Peter Gauch Vorstehr.

1959

Die Eheleute Czerwitzki übernehmen die Hofstelle von Adolf Fetzer, dieser diejenige von Josef Korb, letzterer verläßt den Ort.

Im Laufe des Jahres die restlichen Straßen ausgebaut erhalten eine Bitumendecke, von Mines bis Leidenecker Weg, Querweg an Wendlings, Weiherchen. Kosten: 29.000 DM dazu Darlehen.

Eine neue Dorfbeleuchtung mit modernen Leuchtstofflampen installiert.

1958

21.2. Fusion der Molkereien Kastellaun und Völkenroth. Neubau auf dem ehemaligen Sportplatz am Spesenrother Weg, Kastellaun. Die letzten Verwalter in Völkenroth Leicht und Mogk werden 1. bzw. 2. Verwalter. Vorsitzender Willi Schug kommt in den Vorstand. Am 30.9.59 der Betrieb in Völkenroth eingestellt, ab 1.10. Anfuhr der Milch mit Schlepper und Wagen in die neue Molkerei.

1956

Im Winter stellen die Gastwirte die ersten Fernsehapparate auf. Bei den Sendungen von Frankenfeld und Kulenkampff sind die Gaststuben überfüllt.

Zweite Teilkanalisierung von Boose bis Wendlings. Anschluß an bestehenden Kanal, ohne Unternehmer durch Vorstehr Gewehr. Kosten ca. 6.800 DM.

 

10.8. Abends, ein Unwetter mit Hagelschlag von Raumschied bis Krastel vernichtet den größten Teil der Ernte. Der Sturm wirft das Kirmeszelt am Hundheimer Weg um. Wiederaufgebaut findet am Sonntag und Montag die letzte Kirmes der Gastwirtschaft Stark-Gebert statt. Die Unkosten waren für die Wirte zu hoch geworden. (Nach dem Krieg wurde die alte Tradition von der Dorfjugend fortgeführt. Zur ersten Kirmes 1946 brachte jeder getauschten Wein mit. Im nächsten Jahr übernahm der Gastwirt das Fest).

Der „Leukoplastbomber“ von Hansa-Loyd, PKW von 400 und 600 ccm kommt in Mode. Zeitweise laufen bis zu fünf Stück im Ort. Dann kommen andere Autos hinzu: VW-Käfer, Ford.

1955

Die Landstraße von der Hunsrückhöhenstraße durch das Dorf nach Leideneck vom Kreis ausgebaut und mit einer Bitumendecke versehen. (Erstmals). Gleichzeitig läßt die Gemeinde die Dorfstraße von Dielphilippse bis Starks mit ausbauen. Unternehmer:
Wilhelm Faber, Schlierschied. Kosten: Dorfstraße 43.300 DM, Zahlung an Kreis fürDurchgangsstraße 15.000 DM = 58.300 DM. Finanzierung: Holzgelderlös aus Sonderhieben (auch „Bohne Wäldchen“ Viehweide) 17.300 DM. Entschädigung für Landabgabe

beim Bau der Hunsrückhöhenstraße 2.074 DM.

Darlehen. Grundsteuer A: 300 %, B: 300 %.

1954

Die Gemeinde und private Personen lassen die restlichen, noch offenen Bombentrichter mit einer Planierraupe einebnen.

Nachdem die Besatzungsmacht das Bejagen der Gemeindejagden freigegeben hat, erfolgt an Starks die öffentliche Verpachtung. Den Zuschlag erhält: Willi Fuchs, Kirchberg-Mitpächter Bergling, Kludenbacher Mühle. Pachtpreis: 1,60 DM/ha/Jahr. Zeitraum: 1.9.54-31.8.66. Später Weitergabe der Jagd an Piepenbrink, Wuppertal. (Die Jagd beinhaltet nur einen Teil der Gemarkung. Teile zu Krastel und Hundheim).

1953

Juni, ca. zweidrittel des Dorfes kanalisiert, von der Schule bis Auslauf Beller Weg in den Dorfgraben und von Dielphilippse einmündent bei Starks. Bauunternehmer Wilhelm Hermann, Krastel und Jakob Kohr, Bell. Materiallieferung Julius Zimmer, Kosten rd. 10.000 DM. Jedem Hausbesitzer 1 m Anschlußrohr gelegt. Vom Hauseigentümer müssen neue Wasseranschlüsse aus Gußrohre verlegt werden.

1952

Vom Hauptstrang „Säuwies“ zum Friedhof die Wasserleitung in Fronde verlegt. Ein Kleereiber zum Ausreiben des Kleesamens gekauft, aufgestellt in einen neuen Schuppen neben der Mühle.

In den letzten Jahren sind größere Waldflächen neuangelegt bzw. wiederbepflanzt worden: neu 2 ha Wiesen im Nörtel, die Krahwies in der Eichhornsheck. Wieder, der „Franzosenschlag“ 3 ha im Odenwald.

1951

Den ersten PKW nach dem Krieg fährt Kurt Petry, einen Opel P4 (Oldtimer). Daneben besitzt er zeitweise zwei Lastwagen. Im Herbst fährt er Kartoffeln von den Landwirten nach Leverkusen und Köln, jede Woche Schweine nach Bad Kreuznach.

Umbau des alten Gemeindehauses. Im Erdgeschoß ein neuer Backofen und ein Raum für die Feuerspritze. Das gesamte Obergeschoß ein Saal, mit einer Aufzugklappe in der Decke für das Geräteturnen. Neben dem Gebäude, über dem Brandweiher ein Treppenhaus und ein neues Dach mit Glockenturm, vollenden den Umbau. Die Arbeiten wurden größtenteils in Gemeindefronde ausgeführt. Die Kosten betrugen rd. 9.000 DM.

Eine neue Glocke von der Gießerei Malibon, Saarburg für 1.000 DM gekauft. Jeder Bürger stellte einen Stuhl für den Saal.

Das Backen in den Backhäusern hatte während des Krieges und nachher nochmals einen Höhepunkt erreicht. Brot wurde vor dem Krieg vom Bäcker Peter Theiß, Kastellaun (geborener Völkenrother) mit seinem Pferd -bespannten-Bäckerwagen und per Auto von der Puricceli-Mühle Stromberg ins Dorf gebracht. Im Krieg lieferte die Bäckerei Spelten, Kastellaun und nachher u.a. die Bäcker: Müller, Kastellaun, Zilles, Buch und Augustin,

Kirchberg, Brot.

Durch die Einführung der Elektro-Herde wurde auch nach und nach das Backen der Kuchen in den Häusern vorgenommen.

1950

Wasserleitung vom Brunnen zum Wasserwerk an der Höhenstraße in Gemeindefronde verlegt. Elektro-Unterwasserpumpe eingebaut, Strom-Masten-Leitung am Weg „Hundheimer Flürchen“ vorbei. Die Gemeindebürger leisten einen Sonderbeitrag von 3.452,50 DM.

Kosten der Anlage: 35.527 DM.

Erhöhung der Grundsteuer: A auf 240 %, B auf 270 %. Darlehen: 20.000 DM.

Die Weidegenossenschaft kann ihre Rechte auf die Viehweide, die zwischenzeitlich von der Gemeinde genutzt wurde, durchsetzen. Nach der Wahl eines neuen Vorstandes Eigennutzung.

Die private Motorisierung beginnt mit dem Kauf von Motorrädern.

 

Nachdem Peitersch -Laux-Gauch- das Kolonialwarengeschäft im Jahre 1947 aufgegeben haben, eröffnen Bauersch - Hermann und Anna Kötz einen Gemischtwarenladen, dieser besteht bis einige Zeit nach dem Tod von Anna Kötz im Jahre 1985.

1949

Statistik (Zählung. 26.4.46)

Einwohner: 275 (Schulkinder 36)
Familien: 62,
Ldw-Nutzungsberechtigt: 47 je
70 ar Gemeindeland.
Ldw-Besitz: 1-5 ha= 17. 6-10 ha = 31. über 10 ha = 3 ges.: 51
Vieh: Pferde 19. Ochsen 27, Bullen 2, Kühe 144, Jungvieh 226 = 399 Rindvieh.
Schafe 56, Schweine 142, Kaninchen 7, Federvieh 299.
Bienenstöcke: 14 (Fr. Baumgarten, Jak. Becker, Adam Engelmann, Joh. Klein).(später Omann Lehmkaul)
Berufe: 3 Arbeiter ohne Ldw, 3 Handwerker mit Ldw, 1 Angestellter mit Ldw,1 Angestellte ohne Ldw, 2 Beamte, 1 Freie Berufe.
Satzung: Grundsteuer A 160 %, B 180 %, Gewerbe 150 %.
Wassergeld: je Haushalt 10 DM, je Stück Vieh 3 DM.

Entnazifizierung: Kleine Parteigenossen als „Mitläufer“ eingestuft. Stellenleiter als Sühnemaßnahme Zahlung von Geldbetrag. Höhere Funktionäre in Dietz inhaftiert.

In der Zeit von 1946 bis Sommer 1949 schlagen franz. Holzfäller ca. 3 ha Fichtenbestand im Odenwald. (rd. 600 fstm. später 650 DM Entschädigung).

Entstehung der Bundesrepublik Deutschland: 24.5. Grundgesetz tritt in Kraft. 14.8. Bundestagswahlen. Wieder Anschaffung von Maschinen in der Landwirtschaft. Im Herbst drei 15 PS Deutz-Schlepper. (bisher 1 Lanz-Mörsch, 1 Holzvergaser-Petry). Damit beginnt die größte Umwandlung. Bis Ende der 50er Jahre hat jeder Landwirt einen Traktor, aller möglichen Fabrikate. Pferde sind abgeschafft, Viehgespanne überflüssig.

7.9. Infolge des andauernden Wassermangels läßt die Gemeinde auf der „Schafwies“ einen Rohrfilterbrunnen anlegen, Tiefe 80,20 m. Firma Brechtel, Ludwigshafen im selben Jahre fertig. Notwendige Fahrten machte Kurt Petry mit seinem LKW-Holzvergaser.

1948

17. März, die drei westlichen Zonen schließen sich wirtschaftlich zur „Trizone“ zusammen. Der Schlager: „Wir sind die Eingeborenen aus Trizonesien“ entsteht.

20. Juni, Durchführung der im geheimen vorbereiteten Währungsreform. Jede Person erhält gegen Abgabe von 40 RM - 40 DM (Deutsche Mark), nach zwei Wochen nochmals 20 DM. Aufwertung der Sparguthaben nach einem bestimmten System. Auszahlung der Gehälter, Löhne, Renten, Mieten in gleicher Höhe in DM. Der Schwarzhandel ist damit nicht beendet.

 

Im Herbst beschert uns die Natur eine ungewöhnlich gute Bucheckernernte. Auf selbstgebauten Ölmühlen wird Öl gepreßt, der Liter Öl zu 20 DM schwarz-gehandelt.

Lebensmittelpreise: normal / schwarz

1 Pfd. Mehl: 0,30 DM / 0,80 DM

1 Ei: 0,10 DM / 0,60 DM

1 Pfd. Butter: 2,00 DM / 12,00 DM

1 Pfd. Speck: 2,00 DM / 10,00 DM

Mitte Oktober kommt die erste heimatvertriebene, ostpreußische Familie in den Ort. (Familie Rudorf, in den nächsten Jahren folgen noch weitere Heimatvertriebene).

14.11. Kreistags- und Gemeindewahlen: Bürgermeister Friedrich Gewehr III.

In der Vorweihnachtszeit beim Gang durch Kastellaun fühlt man sich in die Vorkriegszeit zurückversetzt: die weihnachtlich geschmückten Schaufenster zeigen eine Fülle von Waren, doch sind die Preise sehr hoch: z.B.
1 Radio 475,00 DM
1 Kg Bohnenkaffee 38,84 DM
1 Tafel Schokolade 5,00 DM

Ende Dezember sind alle Männer bis auf zwei - Oskar Engelmann Januar 1949 und Günter Boos April 1950 - aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt.

 

1947

Einem strengen Winter folgt ein heißer, trockener Sommer und Herbst, keine gute Ernte, die Ernährungslage verschlechtert sich weiter. Im Dorf herrscht Wasserknappheit, überall an alten Brunnen sucht man das köstliche Naß. Aus dem Molkereibrunnen gibt es eine Wasserzuteilung zum Kochen.

18. Mai Volksentscheid die Rheinland-pfälzische Verfassung angenommen. Das Land „Rheinland-Pfalz“ entsteht.

Versuch den Schwarzhandel und das Hamstern durch strenge Kontrollen in den Zügen und auf den Bahnhöfen zu unterbinden. Viele Leute die mühsam durch Tausch etwas erworben hatten, mußten alles wieder hergeben. Im Dorf sind evakuierte Familien aus Koblenz.

1946

Während des Krieges hatten alle durch Lebensmittelkarten und Rationalisierung zu essen. Jetzt trat ein Mangel an den notwendigsten Nahrungsmitteln, trotz Karten, ein. Besonders die Bevölkerung aus den ausgebombten Städten traf es hart. Die Leute kamen aufs Land und boten ihre Wertsachen zum Tausch gegen Lebensmittel an, man nannte sie

„Hamsterer“.

Die Bauern unterlagen harten Abgabeverfügungen gegen geringen Geldwert. Zum Tauschen blieb noch etwas übrig: Getreide gegen Moselwein, Fettigkeiten gegen Pfälzer Tabak, Zucker usw.

15. September erste Gemeindewahlen vorher ein Gemeinderats-Komitee: Bürgermeister Hermann Kötz.

Schaffung der Einheitsforstämter, gemeinsame Verwaltung der Staats- und Gemeindewaldungen. In Kastellaun Forstamt: Oberforstmeister Hachenberg. Betriebsdienstbezirk Rothenberger Hof: Revierförster Lernhart mit: Bell, Hasselbach, Krastel, Leideneck und Völkenroth.

1945

5. Juni, die vier Siegermächte teilen das restliche Deutschland (Grenze: Oder-Neiße-Linie) und Berlin in jeweils vier Besatzungszonen auf. Völkenroth gehört zur französischen Zone.

4. Juli, Amtsbürgermeister Caspar, Bürgermeister Kötz und zwei Personen „seines Vertrauens“ stellen den Haushaltsplan für das Jahr 1944 auf:
Grundsteuer A 80 % B 90% Gewerbe 50 %


Wassergeld je Haushalt 5,-- RM je Stück Vieh 1,50 RM

8.-15. Juli, nachdem die Amerikaner unseren Raum verlassen haben, übernehmen französische Truppen die Befehlsgewalt. Es folgen verstärkt Requirierungen von Gebrauchsgegenständen: Fahrräder, Porzellan, Bettwäsche, abends Ausgangsbeschränkungen.

Für die deutschen Soldaten in den Gefangenenlagern am Rhein werden Kartoffeln gesammelt und mit Lastwagen hingebracht.

Aus dem Lager Koblenz-Lützel kommen Soldaten als Erntehelfer in die Dörfer. Am 20. September beordert man sie zurück und bringt sie nach Frankreich zum Arbeitseinsatz.