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1794

Oktober, die französiche Maas- und Sambre-Armee besetzt den Hunsrück.

1790

Völkenroth gehört zur Leidenecker Pflege. Der Ort wird von 36 Familien bewohnt. Die Gemarkungsgröße ist mit 488 ha angegeben. 8)
(Katasteramtlich: 489 ha 34 a 36 qm) 9)

Ackerland zusammen48 ¾ Morgen9 Ruthen
Wiesenland18 ½ Morgen34 Ruthen
ödes Land1 ¾ Morgen4 Ruthen
Summe69 ¼ Morgen7 Ruthen

Wiesenland

  • Eine Wiese im Brühlbach,
  • Eine Wiese in der Altwies,
  • Eine Wiese auf der Acht,
  • Eine Bitz allda, die Hofbitz genannt,
  • Eine Wiese in der Gillmes Wies,
  • Eine Wiese in der Tiefwies

Ackerland

  • Ein Feld „Auf’m Mühlenberg“ beim Kohlwäldchen (war in 8 Stücke geteilt),
  • 1 Feld „Auf der Krummacht“ (war in 6 Teile geteilt),
  • 1 Feld „ Auf’m Todtenfeld“,
  • 1 Feld daselbst,
  • 1 Feld „Beim Leydenecker Weg“,
  • 1 Feld daselbst,
  • 1 Feld hinter der Hofeck,
  • Das Eckchen ödt und unbrauchbar,
  • 1 Stück Land „ Auf’m sog. Hauhübel.-Das Wäldchen, die Hofheck genannt, wurde 1760 zum Kastellauner Herrenwald gezogem

1781

Die Rentkammer zu Trarbach hoffte durch eine öffentliche Versteigerung der Hofgüter mehr an Pacht einzunehmen. Die Hofgüter wurden genau aufgeschrieben: 7)

1780

Gab es zu Völkenroth 20 Pflegeleute und 8 Außenbürger. Die Pflegeleute unterstanden dem Pflegeschultheißen zu Bell, die Außenbürger unter dem Kastellauner Stadtgericht. 6)

1776

Die „Hintere Grafschaft Sponheim“ wird aufgeteilt. Das Amt Kastellaun kommt zu Pfalz-Zweibrücken. (Grenze Gemarkungsgrenze Großgemeinde Bell-Kappel. Grenzsteine SPZ 1776)

1770

Nach einer Hofbeschreibung des Kellers Schmidt zu Kastellaun waren 15 Morgen 80 Ruthen mit Korn, 15 Morgen 80 Ruthen mit Hafer, 20 Ruthen mit Rüben, 26 Ruthen mit „Mohrten“, 1 Morgen 80 Ruthen mit „Grundbirnen“ und 80 Ruthen mit Erbsen bestellt. Brach lagen 16 Morgen 136 Ruthen. An Heu wurden 128 Zentner eingeerntet.

1762

wären die Hofgüter an den Meistbietenden versteigert worden, jedoch mußten die bisherigen Hofleute den Franz Holl, Friedrich Bauer, Nickel Berg, Henrich Marx, Paul Heip und Jacob Heip als Mitbeständer aufnehmen.

1760

In einer Aufstellung über die Bürgerschaft Kastellaun ist Völkenroth verzeichnet: mit Leibeigenen Untertanen: 5)
AußenbürgerPflegeleuteBeisassenHäuserPferdeOchsen
9221301996

1753

Wurde die Pacht auf 34 Malter heraufgesetzt.

1745

Überließ die Rentkammer zu Trarbach das Hofgut den bisherigen Beständern: Franz Wickert, Johann Nickel Brück, Niclas Holl und Johann Wilhelm Heib gegen 33 Malter, 3 Simmer, 3 2/9 Sester (1/3 Korn und 2/3 Hafer) auf neun Jahre.

1740

Die Junker von Koppenstein zu Trarbach bezogen 15 Malter und 32 alb. Zinsgefälle, die Pfarrei zu Kastellaun 13 Simmer Hafer und die Pfarrer zu Alterkülz 4 Simmer Spelz.

Zu den Völkenrother Lehen gehörten

1.Das Buchlenlehen (vom Dorf, am Schlag vorbei zur Krummen Acht, zum Krasteler Wasem, an die Dorfmühl und den Beller Weg reichend),
2.Das Kotzlehen (vom Schlag am Bienenweg, zum Kirchweg und an „das Rodenberg Floß“ und Trarbacher Straß reichend),
3.Das Tonnenlehen (von der Hof- und Backesbitz, zur Hollerwies, zum Mühlenberg, zur Fuchshell, zum Hofwäldchen und zur Seifenbach reichend),
4.Das Gillenlehen (vom Brühlbach zum Franckwasem, zum Nördtler Garten und zum Nördtler verfallenen Backofen, zum Portnersacker und Leidenecker Weg reichend),
5.Das Lichte Lehen (vom Kistenborn in Völkenroth, den Bienenweg hin zur Trarbacher Straße, bis an die Leime Kaul zur Wirth Lück zurück),
6.Oberhäußer Lehen (vom Rodersbruch, zum Notweg, bis an die Trarbacher Straß, bis in den Froschepful und zum Froschepfuhler Backofen und auf den Sauerborn), dieses Lehen wurde zu Wohnroth empfangen,
7.Das Hundheimer-Froschpuler Lehen (liegt zwischen dem Oberhäußer und dem Vogts von Coppenstein Mandelerlehn), es wird zu Hundheim empfangen.
8.Das Hundheimer Lehen (zwischen dem Oberhaußer- und Tomaslehen), es wird zu Hundheim empfangen,
9.Das Mentzenlehen zu Hundheim (beginnt beim Wetzborn, geht über die Viehtrift, zum Gollertsborn, zum Dorfgraben, an den Weiher durch das Dorf wieder zum Wetzborn), wird zu Völkenroth empfangen
10.Das Thomaslehen (beginnt oberhalb der Völkenrother Mühle, geht zum Rodter Bruch, zur Kappeler Heck, an die Wirthflur, zum Hundheimer Lehen, an den Kisteborn, den Dorfgraben hinab an den Beller Weg durch den Cortenberg zur Mühl),
11.Das Vogts- oder Coppensteiner Mandlerlehn (beginnt am Frankenwasem, zum Neuerborn, entlang dem Hundheimer Lehen bis an den zerfallenen Froschpfuler Backofen, am Bangert entlang zum Haßelborn, an den Nordler Bach und ans Gillenfeld), dieses Lehen wird 1 Jahr zu Völkenroth und 2 Jahre nacheinander zu Leideneck vom Herrn von Koppenstein von Mandel empfangen,
12.Das Loricher Lehn (fängt am herrschaftlichen Brühl an, geht zum Mastershausener Pfad, zur Altwies, den Seifen nach).

1716

Wurden diese Lehen durch Hof- und Lehenschöffen, die Gemeindebürger sowie in Gegenwert des Gerichtschreibers Lerner von Stein zu Stein abgegangen und genau beschrieben. 4)