... aber jetzt ist mal wirklich genug. Was kommt noch, auf was müssen wir uns einstellen? Ein Wissenschaftler schrieb kürzlich: „2026 wird uns zukünftig als ein kühles Jahr in Erinnerung bleiben“. Als ob die aktuelle Belastung nicht schon groß genug wäre. Wochenlang kein Regen und wenn, dann an anderen Orten als Sturzfluten mit verheerenden Folgen. Ein Temperaturrekord bricht den anderen. Waldbrände überall in Europa, jetzt auch in der Eifel, wann bei uns im Hunsrück? Die Ernten verdorren, Wasser wird rationiert. Bäche sind ausgetrocknet, der Rhein kaum noch schiffbar. Das Binger Loch wird zum Nadelöhr, ist der Strom bald zwei geteilt?
Der Ruf nach Anpassung wird immer lauter. Hätten wir doch genauso laut in der Vergangenheit nach vorbeugendem Klimaschutz gerufen. Denn vermeiden ist wichtiger als anpassen. Um künftige Umweltschäden von 1 Million zu verhindern, brauchte man heute € 100.000 zur Vorsorge. Aber diese will jetzt keiner aufwenden, denn die eine Million an Schäden muss irgendwer in der Zukunft tragen.
Da klingt der Kanzlerausspruch doch sehr bedenklich: „Wir lassen uns vom Klimaschutz nicht die Wirtschaft kaputt machen!“ Manche haben es immer noch nicht verstanden. Dabei müsste man die Aussage eigentlich umdrehen: Wir lassen uns von der Wirtschaftspolitik nicht das Klima kaputt machen. Die rückgewandte Denkweise erinnert an den Adel der französischen Aristokratie im 17. und 18. Jahrhundert. Dieser lebte in Saus und Braus auf Kosten der Bevölkerung. Auf die Last des Volkes angesprochen kam die Antwort: Nach uns die Sintflut. Diese fegte dann mit der französischen Revolution 1789 den verhassten Adel weg. Die Arche Noah lässt grüßen...
Freitag, 14. August 2026 16:49



