Das Naturschauspiel einer (partiellen) Sonnenfinsternis fasziniert immer wieder, jung wie alt. Was schon lange bekannt ist, es überrascht dann doch wieder: Ach ja, eine Schutzbrille muss her, aber die sind schon überall ausverkauft. Doch halt, vom Urlaub vor 27 Jahren in Holland war noch eine übrig und die klebt als Erinnerung im Fotoalbum. Auch werden Ratschläge ausprobiert, mit leeren Chipsdosen oder sonstigen Pappröhren eine „camera obscura“ zu basteln. Was auch immer, das Spektakel lässt man sich nicht entgehen. Gegen 19:15 ein erster Blick zum Himmel, ist schon was zu sehen? Dann sammelt sich die halbe Nachbarschaft auf der Straße. Ein jeder mit dem notwendigen Utensil ausgestattet. Kurz darauf schwenkt der Mond auf die Sonne. Gespannte Blicke und eine rege Diskussion machen das Ganze zu einem besonderen Erlebnis. Die „goldene Stunde“ bei dieser tief stehenden Sonne macht das Licht besonders weich, warm und „golden“, was die Atmosphäre verstärkt.
Nach 45 Minuten ist Halbzeit, in Island und Teilen von Spanien kommt es dabei zu einer totalen Finsternis. Außerhalb vom Kernschatten bleibt es noch sehr hell, die Sonnensichel ist immer sichtbar. Dann der Kipppunkt, der Mond wandert weiter nach links. In der „camera obscura“ ist das Bild auf den Kopf gestellt, wandert also nach rechts. Bald, so um 21:00, geht ein jeder wieder seines Weges, mit der Erinnerung, dies erlebt zu haben.
Die nächste partielle Sonnenfinsternis in unseren Breiten wird am 2. August 2027 sein. Um eine totale Finsternis hier bei uns zu erleben, müssen wir noch bis zum 3. September 2081 warten. Geduld ist also gefragt, man sieht sich…
Wer mehr zu dem Thema erfahren will, dem ist dieser Link besonders zu empfehlen:
https://www.timeanddate.de/finsternis/totale-sonnenfinsternis-alle




