Große Waldbrände kennen wir überwiegend nur aus den Medien. Wir erinnern uns noch an den Brand im August 1990 in der Gemarkung Mastershausen unterhalb vom Uhlichkopp.
In Folge der jetzt anhaltenden Dürre entfachen sich auch viele Wälder in unseren Breiten, Monschau, Hürtgenwald, Langenscheid in der Vordereifel, Bengel und Büchel jeweils bei Cochem, um nur einige zu nennen. Wälder entzünden sich nicht von selbst, meist ist es die Unachtsamkeit von Waldbesuchern. Aber diese extreme Trockenheit erhöht das Risiko von Bränden drastisch.
Am letzten Samstag kommt auch bei uns Unruhe auf, Brandgeruch liegt in der Luft. Die Rauchschwaden sind im Kontrast zum dunkleren Wald gut zu erkennen. Hat es nun auch uns hier erwischt? Bei der Rundfahrt durch unsere Gemarkung fiel nur die diesige Luft auf. Beim Blick von unserem Wasserbassin waren keine Feuer erkennbar, wo aber kommt der Geruch her? Hunderte besorgte Bürger aus halb Rheinland-Pfalz meldeten über den Notruf 112 ihre Beobachtungen, weil sie Waldbrände in ihrer Nähe befürchteten. Doch bald gab es über die NinaApp (17.08. um 13:07) die Warnung vor Rauch- und Brandgeruch. Denn Winde aus nordwestlicher Richtung trieben die Rauchschwaden aus der Region Monschau und Hohes Venn über die weite Strecke in unsere Richtung. Insgesamt gab es am Freitag und Samstag über 560 Brandeinsätze in Rheinland-Pfalz.
Am vergangenen Montag kam der längst ersehnte Wetterumschwung, endlich wieder Regen und angenehme Kühle. Die Brandgefahren sind erstmal gebannt, bis zur nächsten Dürre und dem unvernünftigen Verhalten im Wald…
Heute am Donnerstag 20.08. um 20:30 kommt auch die NinaApp-Entwarnung zum Rauch -und Brandgeruch.
Nähere Infornmationen sind auf dem Portal für den Brand- und Katastrophe nach zu lesen:
https://bks-portal.rlp.de/startseite/organisationen/landesbehoerden/lfbk/meldungen/17967
Nachtrag: Kaum ist die intensive Hitzeperiode vorbei, werden von Mittwoch auf Donnerstag weite Teile des Landes mit Starkregen und Stürmen überzogen. Windhosen richten große Schäden an, Menschen sterben. Die Klimakrise treibt uns von einem Extrem ins andere...





