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Vorkehrungen gegen feindliche Angriffe

Angesichts der näher rückenden Front und der zunehmenden Fliegerangriffe baute sich ein Teil der Dorffamilien Zufluchtstätten für den Notfall außerhalb der Ortschaft. Im Wohnrother Tal, an dem Hang unterhalb der Dielay bauten sie einfachste Holzhütten. Vier Pfähle aus dünnen Baumstämmen wurden als Eckpfosten in den Boden gerammt, mit Brettern beschlagen und mit Ästen und Reisig bedeckt. Sogar Vorräte wurden schon dort angelegt. Weil fast nur Frauen und Fremdarbeiter im Dorf waren, halfen sich die Familien gegenseitig und errichteten eine Hütte nach der anderen. Ein junger Mann, Alois Hofrath (Strouße), der überall zur Hand ging und half, hatte in seiner Hütte sogar einen Ofen aufgestellt und schon Holzfeuer darin angezündet, damit man sich in den Arbeitspausen aufwärmen konnte. Der Rauch stieg aber durch die Bäume auf und war weithin sichtbar - auch von den dauernd kreisenden Jabos. Deshalb mußte das Feuer gelöscht werden, und der Ofen nützte nichts mehr. Die Hüttchen wurden nie benutzt, weil es zu dem befürchteten Ernstfall in Bell nicht kam.